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Twitter - der größte Blödsinn aller Zeiten?
(08.07.2010) Die Queen tut’s, Obama auch. Selbst das Bundesverfassungsgericht kann es nicht lassen.
Der Online-Dienst Twitter findet in rasender Geschwindigkeit neue Anhänger. Doch was steckt dahinter? „E-Mail für Arme“ oder „Next-Big-Thing“ im Internet? Seelenstriptease für die Avantgarde-Masse? Belangloses Geplapper und sinnloses Geschwätz?
Twitter wurde bis vor kurzem noch belächelt. Doch spätestens seit der Microblogging-Dienst Instrument des Widerstands gegen den Iran wurde, ist vielen klar: Twitter kann mehr.
Twitter, dahinter verbirgt sich eine simple Idee. Ähnlich einer SMS können Nutzer mit 140 Zeichen der Welt mitteilen, was sie gerade tun - egal ob im Geschäfts- oder im Privatleben. Der Clou dabei: es ist kinderleicht, kostenlos und die Nachrichten verbreiten sich explosionsartig. Realtime-Internet mit Twitter: Nirgendwo werden Nachrichten schneller und aktueller verschickt.
Prominentes Beispiel: Die spektakuläre Notlandung eines Airbus auf dem Hudson River. Geschehen am 15. Januar 2009. Noch bevor ein Reporter über das Ereignis berichten konnte, wusste Twitter bescheid. „There's a plane in the Hudson. I'm on the ferry going to pick up the people. Crazy“…waren die ersten Zeilen, mit denen die Öffentlichkeit von der Beinahe-Katastrophe erfuhr. Kurz darauf wurde noch ein Foto getwittert, auf dem die Passagiere auf den Tragflächen des schwimmenden Airbus A320 begutachtet werden konnten. Beides verbreitete sich in atemberaubender Geschwindigkeit in der Twitter-Welt und damit auch auf vielen Webseiten. Janis Crums, der Mann hinter Nachricht und Foto, hatte lediglich ein Handy mit dabei. Als zufälliger Zeuge des Ereignisses ließ er die Twitter-Community daran teilhaben. Im Handumdrehen wusste dank Schneeballsystem die halbe Welt bescheid.
Und wie funktioniert Twitter überhaupt? Hier hilft ein neuer Leitfaden vom BIEG Hessen weiter.
Download:
Leitfaden Twitter - der größte Blödsinn aller Zeiten? (88.67 kB)

